Lexikon zur evangelischen Kirche in Gimbsheim

 

A wie Ausmalung:
In bunten Farben empfange ich meine Gäste. Im Jahr 1913 wurde der Kirchenmaler Fritz Muth aus Worms mit meiner Ausmalung beauftragt. Sie enthält Elemente des Jugendstils. Aus dem Entwurf von Muth fehlen heute die vier Evangelisten an den Seitenwänden.

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B wie Baustil:
In meiner heutigen Gestalt stamme ich aus verschiedenen Epochen: mein ältester Teil ist der Chor in gotischem Stil aus dem 14. Jahrhundert. Nicht viel jünger ist wohl mein Turm.

C wie Christen:
Zu meiner Gemeinde gehören knapp 2000 Christen. Das sind rund 60% der Einwohner Gimbsheims.

D wie Dekanat:
Ich stehe am äußersten Rand des Dekanats Worms-Wonnegau, das aus 36 Gemeinden besteht mit insgesamt 58000 Mitgliedern.

E wie €uro:
In meinem Alter plagt mich so manches Zipperlein, - etwas muß immer repariert werden. Die nächste große Aufgabe wird sein, die Orgel und den nächsten Abschnitt der Wehrmauer um die Kirche zu restaurieren. Jeder €uro hilft dabei. Eine Spendenkasse hängt am Ausgang, größere Spenden werden – gegen Quittung – gern im Pfarramt angenommen .

F wie Fenster:
Mein „Auferstehungsfenster“ in der Chormitte wurde um 1900 gefertigt, die vier neuerenFenster hat in den 60iger Jahren Heinz Hindorf entworfen. Sie weisen alle auf das Mittelfenster hin.

G wie Glocke:
In meinem Turm hängen heute vier Stahlglocken, bestehend aus den Tönen d-f-g-a. Sie wurden 1949 geweiht. Das alte Bronzegeläut musste ich im zweiten Weltkrieg abliefern.

H wie Hochwasser:
An der alten Wehrmauer erinnert eine Hochwassermarke an den Dammbruch bei Oppenheim am 29.12.1882. Die ganze Gegend war damals überschwemmt, die Kirche an Silvester nur mit dem Nachen erreichbar –aber sehr gut besucht.

K wie kurz:
kurz und bündig sollte dieser Kirchenführer werden. Genauere Informationen hängen an den Wänden oder sind im Pfarramt erhältlich.

L wie Leuchter:
Meine alten Kronleuchter existieren nicht mehr. Man Trauert ihnen immer noch nach, obwohl es ihnen kaum gelang, mich zu beleuchten. Die heutigen Lampen sind auf dem neuesten Stand der Technik und in der Form den Bögen in der Kirche angepasst.

M wie Mauritius:
Geweiht war ich im Mittelalter einst dem „Heiligen Mauritius“. Nach der Reformation, seit 1556, diene ich der evangelischen Gemeinde als Gotteshaus.

N wie Nix

O wie Orgel:
Meine Orgel wurde vom Orgelbauer Schäfer in Heilbronn gebaut und 1869 eingeweiht.Sie ist die älteste erhaltene mechanische Kegelladenorgel Rheinhessens.

P wie Pfarrer:
Zuständig für mich und die Kirchengemeinde ist seit 1989 Pfarrer Weise. Er wohnt im Pfarrhaus, Kirchstraße 38.

Q auch Nix

R wie Renovierung:
Renovierungen musste ich mir schon öfter gefallen lassen. In den 60iger Jahren bekam ich eine neue Kanzel, Altar, Taufstein und ein Deckengemälde, - bis auf dieses Gemälde wurde alles grau gestrichen. Die ursprüngliche Ausmalung wurde in den 90iger Jahren wieder hergestellt im Zuge der letzten gründlichen Renovierung.

S wie Schiff:
Mein Kirchenschiff wurde am 3.Advent 1868 eingeweiht. Das alte war für die Gemeinde zu klein, baufällig und – wie in der Chronik steht – von Spinneweben durchzogen.

T wie Turm:
siehe unter B

U wie Uhr:
Meine Uhr war die erste im Ort und zeigt bis heute Augen und Ohren, welche Stunde es schlägt. Das alte Uhrwerk musste täglich aufgezogen werden. Es ist im Turm noch erhalten.

V wie Vögel:
Unter meinem Dach nisten Schleiereulen und Turmfalken.

W wie Weltenrichter:
Das Deckengemälde im Chor zeigt Christus als Weltenrichter umgeben von vielen biblischen Symbolen.

X Y Z : wieder nix

Ich bedanke mich für Ihren Besuch, wünsche Ihnen einen guten Weg und Gottes Segen !

Ihre evangelische Kirche in Gimbsheim