Das alte Forsthaus

 

Es ist eines der ältesten Häuser in Gimbsheim und steht heute unter Denkmalschutz. Erbaut wurde es im Jahr 1721 und steht in der Rathausstraße 17. Sein erster Bewohner war der kurpfälzische Förster Johannes Schwarz. Nach seinem Tod 1726 wurde Johannes Rehn aus Nordheim in die­ses Haus eingewiesen. Wahrscheinlich spielte auch hier seine Heirat mit einer Gimbsheimerin eine Rolle. Seine Frau Justina Katharina war die Tochter des Oberfauthen Adolf Christian Spies. Adolf Christian Spies wurde im Jahr 1646 geboren und war Stadtschreiber in Pfeddersheim. Sein Grabstein wird in der evangelischen Kirche in Gimbsheim aufbewahrt. Dieser ist das älteste Grabdenkmal in unserem Ort. Nach dem Tod von Johannes Rehn finden wir noch ei­nen Nachfolger. Es war Franziskus Walter. Von ihm ist überliefert, daß er immer eine Perücke mit einem Zopf trug als Zeichen des freien Mannes. Denn zu dieser Zeit war das ganze Dorf noch leibeigen.

Die Försterei Gimbsheim wurde im Jahr 1770 aufgelöst. Das Forsthaus kam in private Hände. 1912 wurde es vollkommen restauriert. Eine Urkunde darüber fand man im Grundstein. Die Namen der Besitzer bis 1913 sind darin aufgeführt. Es sind dies: Johann Muth, Rudolf Weyrich, Jakob Heid und Philipp Adam Ohnacker. Auch sind die Namen der Maurer, die an dem Haus bauten, angegeben. Die Urkunde endet mit dem Satz:

»Möge dieser alte Hausbau, so Gott es will, in meiner Nachkommenschaft bleiben und möge sie vor Unwetter und Kälte schützen!«